Das neue Europäische Chemikaliengesetz REACH*, gibt VerbraucherInnen das Recht zu erfahren, welche gefährlichen Stoffe in Alltagsprodukten enthalten sind. Dazu reicht ein kurzer Brief an den Hersteller oder Händler eines Produkts. Dieser muss dann kostenlos antworten. Das neue Recht hilft VerbraucherInnen bessere Entscheidungen über den Kauf und die Nutzung von Produkten zu treffen. Durch ihre Anfragen zeigen VerbraucherInnen den Unternehmen außerdem, dass sie Wert auf sichere Produkte legen. Unten finden Sie einen Musterbrief, den sie benutzen können, um Informationen bei einem Unternehmen anzufordern. Nehmen Sie diesen Brief beim nächsten Einkauf mit oder schicken Sie ihn an den Hersteller oder Händler Ihrer Wahl.
(* REACH steht für Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien)
Immer mehr Beweise sprechen dafür, dass es einen Zusammenhang zwischen diesen Erkrankungen und bestimmten Chemikalien in vielen Alltagsprodukten gibt. Hier sind zwei In Kürze finden Sie unter www.bund.net/chemie ein neues Faltbläatter, die darüber informiert welche gefährlichen Chemikalien in verschiedenen Alltagsprodukten zu finden sind und wie Sie unser Lebensumfeld täglich belasten. Unser Faltblatt erklärt das neue Auskunftsrecht, das VerbraucherInnen durch das Chemikaliengesetz REACH bekommen. Damit können Sie bessere Kaufentscheidungen treffen, Unternehmen beeinflussen sicherere Produkte herzustellen und die Politik ermutigen REACH zu verbessern. In unserem Faltblatt finden Sie einen Musterbrief, um von Herstellern und Händler Informationen über gefährliche Stoffe in einem Produkt einzufordern und Hinweise, wie Sie sich weitergehend informieren und selbst aktiv werden können.
BUND Version - finden Sie unter www.bund.net/chemie - “Wie viel Chemie kaufen wir Euch ab?”
| WECF Version | BUND Version |
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| Mit diesem Musterbrief können VerbraucherInnen Informationen über gefährliche Stoffe in einem Produkt anfordern. |
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Ihre Kontaktdaten (Adresse oder e-mail)
Anschrift des Herstellers oder Anbieters
Datum
Sehr geehrte Damen und Herren,
gemäß der neuen Chemikalienverordnung REACH möchte ich Sie bitten, mir Auskunft zu erteilen, ob im Produkt ____________________oder in dessen Verpackung Chemikalien enthalten sind, die auf der Liste besonders besorgniserregender Stoffe stehen.
Sollte einer dieser Stoffe enthalten sein, sieht das Gesetz vor, dass Sie mir innerhalb von 45 Tagen die Namen der verwendeten Chemikalie(n) sowie ausreichende Information über die sichere Nutzung des Produktes mitteilen. Ich würde mich außerdem freuen, von Ihnen zu erfahren, welche Maßnahmen Sie ergreifen, um die Verwendung gefährlicher Stoffe in Ihren Produkten zu vermeiden. Sie können sich dabei an den Prioritätenlisten der Umwelt- und Gesundheitsorganisationen REACH S.I.N. Liste 1.0 auf (www.sinlist.org) sowie des Europäischen Gewerkschaftsbundes (www.etuc.org/r/830) orientieren.
Mit freundlichen Grüßen
Kopie an: BUND e.V., Chemikalienpolitik, Am Köllnischen Park 1, 10179 Berlin
Mit mehr als 400.000 Mitgliedern ist der BUND einer der größten deutschen Umweltverbände und versteht sich als die treibende gesellschaftliche Kraft für eine nachhaltige Entwicklung in Deutschland. Der BUND setzt sich für zukunftsfähige Lösungen in so vielfältigen Themenfeldern wie Klimawandel, Verkehr, Biodiversität, Landwirtschaft, Gentechnik, Chemikalienpolitik und Nanotechnologie ein. Auf der Internetseite www.bund.net/chemie informiert der BUND über gefährliche Chemikalien, ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt und die neue Chemikalienverordnung REACH.
Women in Europe for a Common Future (WECF) wurde gegründet, um Frauen eine stärkere Stimme in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und Umweltpolitik zu geben. Ziel ist es, Umwelt- und Gesundheitsaspekte sowie ökonomische Faktoren ins Gleichgewicht zu bringen. Heute ist WECF ein Netzwerk von mehr als 100 Frauen- und Umweltorganisationen in 40 Ländern in Westeuropa
und die EECCA-Region. Unsere Projektarbeit vor Ort bringt sichere ökologische Lösungen für Probleme in den Bereichen Chemikalien, Sanitäranlagen, Energie und Landwirtschaft. Durch unsere politische Arbeit auf nationaler, europäischer, UN- und internationaler Ebene bringen Frauen ihre Sichtweisen direkt in den politischen Entscheidungsprozess ein. http://www.wecf.eu/english/articles...
Written on 7 March 2009.